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Dienstag, 19. September 2006

Hegel und ich

Filed under: Lyriost Gedanken — lyriost @ 8.32

Hegel und ich

Will man sich an seinem Geschwafel berauschen und andere beeindrucken, dann suche man sich möglichst polyvalente Äquivokationen als Gegenstand aus, nehme passende und unpassende Wörter, gut gemischt, eine möglichst komplizierte grammatikalische Struktur bildend, und werfe sie, die Regeln der formalen Logik beachtend, in den Raum. Allüberall offener Mund. Und am Ende kriegt man ihn vor Staunen selbst nicht mehr zu. Im günstigsten Fall aber ist das Überraschung über die eigene Verführbarkeit.

2 Kommentare »

  1. „polyvalente Äquivokationen“

    Mein Unterkiefer ist mächtig beeindruckt…fühlt sich bemüßigt, sich den Platz mit meinen Zehen streitig zu machen….

    Kommentar von zartgewebt — Dienstag, 19. September 2006 @ 11.25

  2. Das ist eine hervorragende Voraussetzung, um sich an die Lektüre von Hegels »Phänomenologie des Geistes« zu machen. Und wenn man das fleißig betreibt, wird man verstehen, was Schopenhauer meint, wenn er schreibt:

    »Denn diese monströsen Zusammenfügungen von Worten, die sich aufheben und widersprechen, so dass der Geist irgendetwas dabei zu denken vergeblich sich abmartert, bis er … endlich ermattet und zusammensinkt, vernichten in ihm allmählich die Fähigkeit zum Denken so gänzlich, dass von dann an hohle leere Floskeln ihm für Gedanken gelten.«

    Kommentar von lyriost — Mittwoch, 20. September 2006 @ 8.13


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